Filmscreening & Gespräch: Antisemitismus als Kulturtechnik
Thursday, 07. May 2026, 19 Uhr
Galerie K'
Alexanderstraße 9b / Weberstraße 51a
28203 Bremen
Der Film und das anschliessende Gespräch orientiert sich an der These, dass sich Antisemitismus als eine regressive Kulturtechnik beschreiben lässt, die sich über progressiv aufgeladene Sprache und Bilder Ausdruck verschafft. Sie speist sich aus dem Wunsch nach einer problemlosen Welt, in der man von den eigenen Konflikten und Widersprüchen in Gänze erlöst ist. Die Juden und die jüdische Kultur werden als zentrale Bedrohung für diese konfliktfreie Welt angesehen. Denn seit Jahrhunderten werden sie als Urheber und Profiteure der Konflikte anderer dargestellt.
Der Film Antisemitismus als Kulturtechnik ist Teil eines umfassenden online-interviewprojektes, welches nach der kulturellen Funktion von Antisemitismus fragt. Durch welche neuen und tradierten Erzählungen sickern die Ideologieelemente des Antise- mitismus in die Gesellschaft? Reüssiert das antisemitische Weltbild in den Bildern der Kunst? Welche Rolle spielen dabei aktuelle Konflikte und Debatten um die Erinnerung? Nach dem Screening des Films werden diese und weiterführende Fragen im öffenlichen Gespräch vertieft. Antisemitismus als Kulturtechnik –
Ein Forum DCCA Film – Forum for Democratic Culture and Contemporary Art.
Eine Veranstaltung der Galerie K', Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen & Heinrich-Böll-Stiftung Bremen