In zweifelhafter Gesellschaft?

Adolf Arndt und August-Martin Euler. Zwei vergangenheitspolitische Akteure der ersten documenta 1955

Metropol Verlag

2024

ISSN 0044-2828

Die kontaminierten Ursprünge der documenta sind das Thema anhaltender Debatten. Am documenta Institut sind sie auch Thema anhaltender Forschung. Maria Neumann hat nun in der renommierten "Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" ihre ersten Ergebnisse dazu veröffentlicht.

In dem Aufsatz In zweifelhafter Gesellschaft? Adolf Arndt und August-Martin Euler – zwei vergangenheitspolitische Akteure der ersten documenta 1955 blickt Maria Neumann auf zwei Gründungsfiguren des Welterfolgs documenta, die im Hintergrund der Ausstellung agierten. Als Mitglieder der „Gesellschaft für Abendländische Kunst des XX. Jahrhunderts e.V.“, dem Trägerverein der ersten documenta, unterstützten die beiden Nachkriegspolitiker das ambitionierte Kunstprojekt mit ihren Mitteln. Doch während Adolf Arndt im Nationalsozialismus als „Nicht-Arier“ mit jüdischen Wurzeln Zwangsarbeit leisten musste, machte August-Martin Euler Karriere in der Industrie und wirkte bei der Ausbeutung von KZ-Häftlingen mit.

Welchen Einfluss nahmen die beiden so unterschiedlich geprägten Politiker auf eine Ausstellung, die damals noch vorgeben konnte, nur von der Kunst zu handeln? Und was erzählt uns das Zusammenwirken von Arndt und Euler für die documenta über Kunst und Kultur in Deutschland in den Jahren nach dem Krieg? Diesen Fragen geht Maria Neumann in ihrem Aufsatz nach.

Mit Texten von: Jörn Happel, Tobias Haberkorn, Mar tin Schulze Wessel, Dietrich von Engelhardt, Richard Talbert, Lindsay Holman, Benet Salway, Stephan Pongratz, Hans-Werner Goetz, Andrea Kirchner, Thilo Schulz, Jasmin Welte, Dennis Werberg, Dorothy Thompson, Lion Feuchtwanger, Thomas Großbölting, Carola Sachse, Alexander Kraus, Christoph Lorke, Carl Schmitt, Dietrich Braun, Nikita Vasil’evič Petrov, Judith M. Hughes

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