Buurmans Input „Hochschulen heimsuchen: Gespenst werden“ widmet sich im Rahmen der Veranstaltung „NS-Kontinuitäten an Kunsthochschulen“ den ersten Bemühungen der Aufarbeitung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Das von ihr vorgestellte Projekt untersucht seit 2020 die NS-Zeit an der Hochschule. Buurman spricht in diesem Zusammenhang auch von Formen institutioneller Abwehr. Dies bezieht sich insbesondere auf die NS-Kontinuitäten zu Zeiten der DDR. Die an der HGB gezeigte Ausstellung blieb auf die Zeit bis 1945 reduziert.
Nanne Buurmann ist seit 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe »Kunst, Umwelt, Ökologie« an Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München (ZIKG). Zuvor war sie Lehrbeauftragte an der HGB Leipzig. Ebenso forschte und lehrte sie an der Universität Köln. In Kassel arbeitete sie mehrere Jahre zu documenta- und Ausstellungsstudien und war an der Forschung zu NS-Kontinuitäten der documenta beteiligt. Buurman war freiberuflich kuratorisch und wissenschaftlich tätig, u.a. als Gastwissenschaftlerin am Goldsmiths College und DFG-Stipendiatin an der FU Berlin. Ihr Studium umfasste Kultur-, Kunst- und Literaturwissenschaften sowie Kunstpädagogik. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in kuratorischen Praktiken, Institutions- und Ausstellungsgeschichte, Erinnerungskultur, sozialen Transformationsprozessen und ökologischen Diskursen.