Screening Helmar LERSKI
Monday, 28. September 2026, 20 – 22 Uhr
delphi LUX, Kantstraße 10 / Yva-Bogen, 10623 Berlin
Helmar Lerski, Avodah (1935), Adamah (1947)
Der Film Adamah verbindet die Erfahrung und die Traumata der Shoah mit der Hoffnung auf einen Neuanfang. Avodah hingegen entwirft eine gesellschaftliche Utopie, in der Arbeit zum Motor einer gemeinsamen Zukunft wird. Wie wirken diese historischen Bilder heute – angesichts neuer Traumata, gesellschaftlicher Polarisierung und den Kulturkämpfen um Erinnerung?
Teilnehmer*innen
Evgenia Gostrer (geb. 1981 in Woronezh / Russland) ist eine deutsche Trickfilmkünstlerin. Sie emigrierte mit ihren Eltern, die beide jüdisch sind, und ihrer Schwester 1996 als Kontingentflüchtling nach Deutschland. Gostrer studierte Kommunikationsdesign in München und arbeitete danach einige Jahre als Grafikerin in Werbeagenturen. 2015 machte sie ihren Abschluss in Animationsregie an der Kunsthochschule Kassel, 2019 schloss sie ihr Meisterschülerinnen-Studium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf ab. Evgenia Gostrer ist Drehbuchautorin, Regisseurin, Animatorin und Produzentin in Personalunion. Alle ihre Projekte erhielten öffentliche Förderungen und Stipendien, sie wurden auf internationalen Filmfestivals gezeigt und gewannen zahlreiche Preise. Von September 2019 bis September 2022 war sie Senior Lecturer im Studiengang Illustration Animation an der Kingston University in London.
Yael Reuveny (geb. in Israel) schloss 2005 ihr Studium an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem ab. Seitdem lebt und arbeitet sie abwechselnd in Deutschland und Israel. Zu ihren preisgekrönten Filmen zählen Tales of the Defeated(2009), Farewell, Herr Schwarz (2013) und Promised Lands (2021). Neben ihrer Arbeit als Dokumentarfilmerin schafft Yael Video- und Klanginstallationen für Museen, darunter Tunicata (2017) für den Gropius-Bau (Berlin), Mesubin (2020) und Neuland (2023) für das Jüdische Museum Berlin sowie die Klanginstallation Wolf, the Kids and the Forgotten Garden (2025) im Haus der Wannsee-Konferenz. Im akademischen Jahr 2023–2024 war sie als Gastprofessorin an der Filmhochschule Babelsberg Konrad Wolf tätig.
Dr. Lea Wohl von Haselberg (geb. 1984) ist Film- und Medienwissenschaftlerin. Ihre Forschung ist an der Schnittstelle von Medienwissenschaften und jüdischen Studien angesiedelt. Forschungsschwerpunkte liegen auf der Repräsentation jüdischer Themen in bundesrepublikanischen Diskursen, jüdischer Filmgeschichte und (audiovisuellen) Erinnerungskulturen. Sie leitet seit 2017 vielfältige Forschungs- und Transferprojekte an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, u. a. das DFG-Projekt Jewish Film Heritage (2022–2025), das ebenso wie Jewish Heritage between Cultural Practices and Memory Institutions / Jüdisches Filmerbe zwischen Kultureller Praxis und Gedächtnisinstitutionen (2026–2029) Teil des DFG-Schwerpunktprogramms Jewish Cultural Heritage ist, sowie das Projekt ASAF - Antisemitismuskritische Sensibilisierung in der Ausbildung an Film- und Medienhochschulen (2024–2026). Sie ist assoziiertes Mitglied des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Mitherausgeberin des Magazins Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart, Programmdirektorin des Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg und wissenschaftliche Leiterin des Memory Media Labs.
Projektionen auf den Osten ist ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Schinkel Pavillon, konzipiert von Fabian Bechtle und Leon Kahane.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.